Kraft

One-Rep-Max Rechner

Gib das bewegte Gewicht und deine geschafften Wiederholungen ein. Dieser Rechner ermittelt deine Maximalkraft (1RM) mit vier etablierten wissenschaftlichen Formeln — Epley, Brzycki, Lombardi und Lander — statt nur einer. Zudem berechnet er deine Rep-Maxes von 1 bis 12 Wiederholungen, liefert die Prozenttabelle für deine Trainingsplanung und ordnet deine Leistung in Kraftstandards ein.

Kostenlos, ohne Registrierung. Alles wird direkt im Browser berechnet — keine Dateneingabe wird übertragen.

Übung
kg
Wdh.
Nimm einen schweren Satz — bei dem du noch 0–2 Wiederholungen im Tank hattest.
kg
Trage es ein, um deine Kraftleistung mit allgemeinen Standards zu vergleichen.
Geschlecht (nur für Kraftstandards)

Geschätztes 1RM — Bankdrücken

92,1 kg

95% (2 Wdh.)
87,5 kg
85% (5 Wdh.)
78,3 kg
70% (12 Wdh.)
64,4 kg

Kraftstandard

Anfänger

1,15× Körpergewicht

Nur Richtwerte aus gängigen Krafttabellen — keine Perzentile einer einzelnen Studie. Reale Standards variieren stark nach Körpergewicht, Alter, Hebelverhältnissen und Equipment.

Die vier publizierten Formeln im Vergleich. Sie weichen weiter voneinander ab, je weiter dein Satz von einem echten Maximalversuch entfernt ist:

FormelGeschätztes 1RM
Epley93,3 kg
Brzycki90 kg
Lombardi94 kg
Lander91 kg

Deine geschätzten Maximalgewichte — was du für die jeweilige Wiederholungszahl ungefähr bewegen kannst:

Wdh.Gewicht
1 Wiederholung92,1 kg
2 Wiederholungen87,9 kg
3 Wiederholungen85,3 kg
4 Wiederholungen82,8 kg
5 Wiederholungen80,4 kg
6 Wiederholungen78 kg
8 Wiederholungen73,4 kg
10 Wiederholungen69,1 kg
12 Wiederholungen64,8 kg

Trainingsprozente ausgehend von deiner geschätzten Maximalkraft:

% von 1RMGewichtTypische Wdh.
100%92,1 kg1
95%87,5 kg2
90%82,9 kg3–4
85%78,3 kg5–6
80%73,7 kg7–8
75%69,1 kg9–10
70%64,4 kg11–12
65%59,8 kg13–15
60%55,2 kg16–20

Deine Eingaben werden nicht übertragen. Jede Berechnung läuft direkt in deinem Browser.

Berechnungsgrundlage

Epley

1RM = w × (1 + r ÷ 30)

Die weltweit am weitesten verbreitete Formel. Liefert ab fünf Wiederholungen tendenziell etwas höhere Werte als Brzycki.

Brzycki

1RM = w × 36 ÷ (37 − r)

Bei wenigen Wiederholungen nahezu deckungsgleich mit Epley, weicht bei höheren Wiederholungszahlen nach unten ab. Bricht bei 37 Wiederholungen rechnerisch ab, was ihren Fokus auf niedrige Bereiche unterstreicht.

Lombardi

1RM = w × r^0.10

Eine Potenzfunktion. Liefert bei höheren Wiederholungszahlen oft konservativere, vorsichtigere Schätzwerte.

Lander

1RM = (100 × w) ÷ (101.3 − 2.67123 × r)

Ähnlicher Kurvenverlauf wie Brzycki. Der Durchschnitt aus mehreren Formeln ist verlässlicher als das blinde Vertrauen in eine einzelne Formel.

Bedeutung der Ergebnisse

Absolvierte Wdh.Verlässlichkeit der SchätzungEmpfohlene Nutzung im Training
1–3HochSehr nah an der echten Maximalkraft. Sicher als direkte Basis für Trainingsprozente nutzbar.
4–6GutDer ideale Bereich für Schätzungen. Fast alle Formeln stimmen hier eng überein.
7–10MäßigBrauchbar, aber betrachte den Wert eher als Richtwertbereich denn als exakte Punktlandung.
11+GeringKraftausdauer und Ermüdung verfälschen das Ergebnis. Für genaue Werte mit mehr Gewicht nachtesten.

Alle vier Formeln wurden anhand von Sätzen mit relativ wenigen Wiederholungen kalibriert — deshalb weichen sie bei höheren Wiederholungen voneinander ab.

Wie genau ist ein 1RM Rechner?

Sehr präzise bei Sätzen zwischen zwei und sechs Wiederholungen, darüber hinaus zunehmend ungenauer. Unter sechs Wiederholungen stimmen die vier Formeln meist auf wenige Prozent überein. Bei zehn Wiederholungen kann die Abweichung bereits über fünf Prozent betragen, da hier Kraftausdauer und Technik die Leistung maßgeblich mitbestimmen.

Hinzu kommen individuelle Unterschiede: Manche Athleten können bei hohen Prozenten ihres Maximums noch viele Wiederholungen absolvieren, während andere schnell einbrechen. Wenn du bei einem Prozentsatz konstant mehr Wiederholungen schaffst als prognostiziert, passe deine Arbeitsgewichte individuell an.

Warum vier Formeln statt nur einer?

Weil die Formeln voneinander abweichen — und das Aufzeigen dieser Spanne ehrlicher ist, als eine einzelne Zahl als absolute Wahrheit darzustellen. Jede Formel ist eine mathematische Kurve, die an bestimmte Datensätze angepasst wurde. Der Mittelwert liefert einen robusteren Schätzwert, und die Bandbreite zeigt dir, wie verlässlich das Ergebnis ist.

Liegen alle vier Werte eng zusammen, lag dein Satz im optimalen Schätzbereich der Formeln. Liegen sie weit auseinander, empfiehlt sich ein schwerer Satz mit weniger Wiederholungen zur Überprüfung.

So nutzt du die Prozenttabelle

Die meisten Krafttrainingspläne geben Arbeitsgewichte als Prozentsatz des 1RM an. Die Tabelle unter deinem Ergebnis rechnet dein 1RM in konkrete Trainingsgewichte mit den typischen Wiederholungsbereichen um. Nutze diese Zahlen als Orientierung und passe sie an das Gefühl im ersten Arbeitssatz an.

Wichtig: Prozente setzen voraus, dass dein 1RM aktuell ist. Kraft verändert sich kontinuierlich — ein Wert von vor drei Monaten führt in die Irre. Ein Test alle 6 bis 12 Wochen mit einem schweren 3er- bis 5er-Satz hält deine Zahlen ohne Verletzungsrisiko aktuell.

Was gilt als gute Kraftleistung?

Das hängt stark von Körpergewicht, Geschlecht, Alter, Hebelverhältnissen und Trainingsjahren ab. Die hier dargestellten Kraftstandards bieten eine grobe Orientierung aus etablierten Kraftsport-Tabellen — hilfreich für eine Einordnung, aber kein starres Ranking.

Für echte Wettkampfdaten stellt OpenPowerlifting seine komplette Datenbank öffentlich bereit. Dort siehst du, was reale Athleten in deiner Gewichtsklasse heben und beugen.

Häufige Fragen

Wie berechne ich mein One-Rep-Max?

Führe einen schweren Satz mit einem Gewicht aus, das du sauber für 2 bis 6 Wiederholungen bewegen kannst, und wende eine Formel an. Die Epley-Formel — Gewicht × (1 + Wdh. ÷ 30) — ist am gebräuchlichsten. Dieser Rechner kombiniert vier Formeln zu einem verlässlichen Mittelwert.

Ist es sicher, ein echtes 1RM im Gym zu testen?

Für erfahrene Heber mit sauberer Technik und zuverlässigen Spottern ja. Für Einsteiger ist es meist unnötig: Eine Schätzung aus einem schweren 5er-Satz liefert alle nötigen Daten für die Trainingsplanung, ohne das Risiko eines Technikversagens bei Maximalversuchen.

Wie oft sollte ich mein 1RM testen?

Alle 6 bis 12 Wochen ist völlig ausreichend. Statt eines echten Maximalversuchs nimmst du einfach einen schweren Satz mit 3 bis 5 Wiederholungen nahe an der Erschöpfung und berechnest den Wert neu. Das schont Sehnen und zentrales Nervensystem.

Warum liefern die vier Formeln unterschiedliche Werte?

Jede Formel basiert auf anderen Probandengruppen und Berechnungsmodellen. Bei wenigen Wiederholungen sind die Ergebnisse fast identisch. Bei mehr Wiederholungen wird der Zusammenhang zwischen Wiederholungszahl und Maximalkraft individueller, sodass die Kurven auseinanderdriften.

Funktionieren die Formeln für alle Übungen gleich gut?

Nein, sie sind primär für schwere Langhantel-Grundübungen ausgelegt (Kniebeugen, Bankdrücken, Kreuzheben). Bei Isolationsübungen oder Übungen mit hoher Koordinationsanforderung variiert die Wiederholungsleistung bei gegebenem Prozentsatz deutlich stärker.

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Quellen

Dieses Tool dient der allgemeinen Information über Training und Ernährung. Es ersetzt keine ärztliche oder qualifizierte ernährungswissenschaftliche Beratung. Bei Vorerkrankungen, in der Schwangerschaft oder nach Verletzungen solltest du vorab einen Arzt oder Ernährungsberater konsultieren.